2020/21 Das Museum – eine Schule der Dinge VIII: Neue Alltagsdinge – Krisendinge? / Gegenwart sammeln

 

Sammlungsobjekt Badekappe, schwarz mit weißen Kreisen mit vielen kleinen Armen

Badehaube. Marke: Fashy, Gummi-Kraus GmbH (heute: Fashy GmbH), Stuttgart, 1970er Jahre.Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin. Foto: Armin Herrmann, 2020.

 

Wie hat die Corona-Krise den Alltag verändert: Die Tagesabläufe und Wege, die Strukturen, in denen sich jede*r einzelne bewegt und die Dinge, die jede*r verwendet? Wie wirkt sich die Krise auf den Umgang mit Dingen aus? Welche Dinge sind jetzt besonders wichtig und wertvoll, welche bekommen eine andere Bedeutung? 

Diese Fragen, die alle - Kinder, Jugendliche und Erwachsene – beschäftigen, werden im Projekt aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht: aus der von Kindergartenkindern, Schüler*innen, Lehrer*innen, Künstler*innen und Museumsmitarbeiter*innen. Es können also viele unterschiedliche Beobachtungen über und Erfahrungen mit Dingen des Alltags benutzt werden, um die Gegenwart zu beschreiben und zu erforschen. 

Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge stellt hierfür seine Methoden im Umgang mit Dingen und ihren Geschichten zur Verfügung. So rücken in diesem Projekt die Kernaufgaben eines Museums – das Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln und Ausstellen – in den Mittelpunkt. Für ein Museum der Produkt- und Warenkultur des 20. und 21. Jahrhundert ist dabei gerade das Sammeln von Gegenwart und von Alltagsdingen ein zentrales Thema. Im Kontext von Corona ist diese Aufgabe verbunden mit der Frage, welche Dinge in Zukunft an diese Krise erinnern werden.

Im Projekt ist der Prozess des Sammelns zu erleben, die Auseinandersetzung mit der Funktion von Objekten als Erinnerungsträger und die Diskussion mit dem Museumsteam zur Sammlungsperspektive.

Für das Museum sind beim Sammeln verschiedene Perspektiven wichtig. Im Projekt entstehen so kleine Sammlungen von Erinnerungen, Fotos und Dingen zur aktuellen Situation, aber auch Ideen und Designentwürfe für nützliche und nutzlose Dinge im Kontext von Corona.


Projektdauer: August 2020 - Juni 2021

Projektleitung: Dorothea Leicht (Museum), wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildung und Vermittlung, Vertretung: Veronika Deinzel

Kooperationspartner: Max-Bill-Schule, OSZ Planen, Bauen, Gestalten (Projektleitung: Andrea Leue), Hans-Fallada-Schule, Neukölln, INA.KINDER.GARTEN Dresdener Straße, Kreuzberg, Jens-Nydahl-Grundschule, Kreuzberg

Projektteam: Sibylle Baier, Anna Cummings, Markus Hengelhaupt, Carola Korhummel, Christoffer Martens, Doro Petersen, Vera Rammelmeyer, Julia Devies, Eleni Mouzourou und Carla Schliephack


Das Projekt „Das Museum - eine Schule der Dinge VIII: Krisendinge / Gegenwart sammeln“ wird gefördert von:

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