Rückblick Werkstatt der Dinge 2020

2020 war ein außergewöhnliches Jahr für die Werkstatt der Dinge. Covid-19 hat uns zwar einige Ausfälle beschert, aber auch die Möglichkeit der Nutzung digitaler Formate forciert.

Mit der Digitalen Werkstatt der Dinge konnten wir etwas Werkstatt-Gefühl nach Hause bringen. Sie lädt ein, die Welt der Alltagskultur per Video-Tutorial zu entdecken und kreativ zu erforschen. 

Foto Digitale Werkstatt der Dinge
Foto: Armin Hermann.

In 5 Videos bringen wir ein Stück Museum zu euch nach Hause, damit ihr mit euren Familien* auch in diesen Zeiten gemeinsam gestalten, bauen und eure gemeinsame Kreativität erleben könnt.
Dabei stand sowohl unsere Sonderausstellung als auch unsere spannende Sammlung im Fokus. 

Alle Video sind weiterhin online abrufbar und freuen sich über Teilnehmer*innen oder auch einfach über Zuschauer*innen.

 

Bild Digitale Werkstatt 1

Mit Fäden und Papierstreifen konnten die Online-Teilnehmer*innen die Muster von den Tellern holen und in der Kiste räumlich werden lassen. Es wurde gespannt, geklebt, gezeichnet und gemalt. Zum Schluss konnte jede*r bewundern, wie sich die Wirkung des Musters durch unterschiedliche Farben, Ebenen und Perspektiven verändert. 

 

Bild Digitale Werkstatt 2

Bei der zweiten digitalen Werkstatt konnte man sich mit der Spritzdekor-Technik an eigenen tollen Mustern versuchen. Inspiration waren unsere Tortenplatten in der Sonderausstellung. Experimentiert wurde mit zwei verschiedenen Techniken und untersucht, wie sich beim Spritzen und Tupfen die Struktur und Intensität der Muster wandeln. 

 

Bild Digitale Werkstatt 3

Wie lässt sich aus den geometrischen Mustern von Tortenplatten Schmuck entwickeln? Die Spritzdekor-Platten wurden in ihre Farb- und Formelemente zerlegt und in individuelle Schmuckstücke übersetzt. Mit alltäglichen Materialien wurden verschiedene Techniken der Schmuckproduktion von Anker-, Zopf- oder Perlenkette bis zum klassischen Schmuckanhänger erkundet. 

 

Bild Digitale Werkstatt 4

Ups, so ein Schlamassel! In der 4. Digitalen Werkstatt ist bei uns im Museum alles durcheinander geraten … Die Aufgabe der Online-Teilnehmer*innen war es wieder Ordnung in das Ding-Chaos zu bringen. Mit unterschiedlichen Ordnungssystemen erzählen die Dinge ganz unterschiedliche Geschichten. 

 

Bild Digitale Werkstatt 5

IMuseum der Dinge befinden sich zahlreiche Schätze in den Vitrinen. Wir haben uns gemeinsam auf Schatzsuche begeben und eine Schatztruhe gebaut, um unsere persönliche Ding-Sammlung aufzubewahren. 

 

Im Januar und Februar 2020 konnten wir unsere Werkstatt der Dinge noch „ganz normal“ im Museum stattfinden lassen. Es hat sich damals alles um das Gestalten mit Mustern gedreht. Unsere Sonderausstellung „Dekor als Übergriff“ bot mit seinen zahlreichen Spritzdekor-Tortenplatten wunderbare Inspirationen für die teilnehmenden Familien*. 

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In der Ausstellung haben die Teilnehmer*innen gezeichnet und in der Werkstatt diese Entwürfe in tolle Tape Art-Werke umgesetzt. Die Linearität der Klebebänder hat dabei das Spielen mit den geometrischen Mustern unterstützt. 

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Die planvollen, geometrischen Tape Art-Werke wurden in der Werkstatt im Februar von der Schönheit des Zufalls abgelöst. 

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Rollen, klappen, pusten, blasen und klecksen. Drei Stunden sind so schnell vergangen, dass unsere Heizungen gar nicht mit dem Trocknen der tollen Werke hinterherkamen. Es wurde experimentiert mit Farben, Methoden und letztendlich auch damit, wieviel Einfluss wir auf die zufälligen Muster haben. 

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Mit einer selbst gebauten Kiste haben die Teilnehmer*innen die wilden Muster in eine präzise Form gebracht. 

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Nicht nur die Muster haben schöne Überraschungen geboten, es war auch spannend zu sehen, wie sich die Wahrnehmung des Musters durch den Wandel von der Fläche zum Volumenkörper der Schachtel veränderte. 

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Die analoge Werkstatt der Dinge hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2020 mit unserer Dauerausstellung und der Sonderausstellung „Die Demokratie und ihre Adler“ beschäftigt. 
 

AUGUST 2020 

Im Museum der Dinge findet man allerlei Schätze. Wir haben eine Sammlung von über 40.000 Objekten, die wir in unseren Depotkästen aufbewahren. Auch im Alltag der Teilnehmer*innen sind Schätze und besondere Funde nichts Unbekanntes. Um diese akkurat sammeln zu können, konnten die Teilnehmer*innen ihrerseits ihre je eigenen Truhen kreieren. 

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In der Werkstatt der Dinge werden nicht nur Dinge erforscht. Auch Materialien werden untersucht und sich ihre Eigenschaften zu Nutze gemacht. 

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Mit Papp-Kartons, Maler*innen-Krepp, Schere, Cutter und Kleber wurde eine Schatztruhe konstruiert und gestaltet. 

 

SEPTEMBER 2020 

Der Bundesadler war DAS Wappentier in unserer Sonderausstellung im September. Ideen zu Wappentieren für unsere Demokratie hatten natürlich auch die Werkstatt- Teilnehmer*innen. 

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Es muss auch nicht immer ein Vogel sein. 

Die Berliner Stadtteilwappen waren eine gute Inspirationsquelle, um eigene Ideen für Wappentiere und ein eigenes Wappenschild zu entwickeln. 

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Stadtteilwappen, Familienwappen oder eins für die Freundes-Clique?
Erkennbarkeit durch geeignete Farbkontraste oder Wiedererkennungswerte durch klare Motive sind ein guter Ansatzpunkt, um ein eigens Wappen zu entwickeln. 

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Aber was macht ein Wappen schöner als eine ganz persönliche Note – da können die heraldischen Regeln einfach mal einpacken. 

Und braucht das Wappen einen Adler? Scheinbar nicht. Als einziges Wappentier hat sich hier nur ein Schmetterling eingeschlichen. 

 

OKTOBER 2020 

Auch bei uns im Museum der Dinge lassen wir manchmal die Puppen tanzen.
Im Oktober haben die Besucher*innen der Werkstatt der Dinge tief in die Depotkästen geschaut. Die zahlreichen Geschichten der Objekte wurden erforscht, erfragt und alle Unklarheiten mit eigenen phantasievollen Inhalten gefüllt. 

Im Schattentheater haben die Dinge ihre ganz eigenen Geschichten erzählt. 

Rückblick 23

Es wurde gezeichnet, geschnitten und geklebt. 

In Familien*gruppen sind wunderschöne kleine Theaterstücke entstanden, die eigene Ideen erzählen, wie die Dinge zu uns ins Museum gekommen sein könnten. 

Rückblick 24

Maus, Igel und Schildkröte wandern hier nach Berlin zum Fernsehturm. Und irgendwie haben sie es dann auch zu uns ins Museum geschafft. 

Foto eines Workshops, auf dem Kinder beim Basteln zu sehen sind

Und auch Micky Maus ist in einer Rakete bei uns gelandet. 

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Wir freuen uns darauf, euch 2021 wieder bei uns im Museum in der Werkstatt der Dinge begrüßen zu dürfen. 

 

Eine Kooperation von Jugend im Museum e.V. mit dem Werkbundarchiv - Museum der Dinge.

Die Werkstatt der Dinge wurde von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlins gefördert. Die Teilnahme an den Angeboten war kostenfrei.

 

Fotorechte liegen – wenn nicht weiter angegeben – bei Hanna Pordzik.